Die HSG Konstanz konnte mit zuletzt 10:2 Punkten ordentlich Boden gutmachen und tritt nun am Samstag ab 19 Uhr beim unmittelbaren Tabellennachbarn SG Pforzheim/Eutingen an, der aktuell einen Zähler vor der HSG liegt.
Die Fragen, die sich aktuell jede Woche aufs Neue stellwn und das Trainerteam extrem beschäftigen, lauten: Wer ist einsetzbar, wer ist gesund und fit? Eine so wohl noch nie dagewesene Verletzungsmisere hat das Konstanzer Aufgebot ordentlich zusammenschrumpfen lassen. Auf zahlreichen Positionen gibt es nur noch einen verfügbaren Spieler – und dies teilweise auch nur dank der hervorragenden Unterstützung aus der U21 und U19. Auch in dieser Woche kamen weitere Fragezeichen hinzu, sodass der Einsatz weiterer Akteure wackelt. In positiver Richtung ergibt sich allenfalls die Möglichkeit, eventuell wieder auf den zuletzt erkrankten Linkshänder Jo Knipp zugreifen zu können.
Umso höher muss man die Bilanz von fünf Siegen in den letzten sechs Spielen bewerten, die Konstanz auf den siebten Platz und auf Tuchfühlung zu den oberen Rängen brachte. Der nächste Gegner Pforzheim/Eutingen liegt mit einem Punkt mehr auf Rang sechs. Trotz seiner gerade nach dem unerklärlichen Einbruch in Kronau kritischen Bewertung registriert Ralf Bader Fortschritte bei seiner jungen Mannschaft, deren Durchschnittsalter in den letzten Wochen noch einmal drastisch gesunken ist. „Wir bekommen etwas mehr Konstanz“, sagt der HSG-Coach und zeigte sich deshalb vom kollektiven Aussetzer in der Schlussphase bei den Rhein-Neckar Löwen II besonders enttäuscht und negativ überrascht. „Gewisse Dinge funktionieren gut“, lobt er. „Vor allem die Abwehr. Im Angriff gibt es allerdings große Schwankungen.“
Schwankungen, die man sich in Pforzheim gegen eine robuste, gute Deckung nicht erlauben kann. In Adam Studentkowski verfügt die SG zudem über einen der besten Torhüter der Liga, der in der kommenden Saison das HSG-Trikot überstreifen wird. Ob Studentkowski allerdings gegen seinen künftigen Club spielen kann, ist derzeit noch unklar. Er musste zuletzt erkrankt pausieren. Nach einigen Partien gegen Gegner aus den hinteren Tabellenregionen kommt es nun für Konstanz zum Aufeinandertreffen mit einem Team, dessen Kader dafür zusammengestellt worden sei, Punkte zu holen und sich für die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga zu qualifizieren, weiß Bader. Eine große Herausforderung für seine dezimierte Mannschaft, auf die sich der 45-Jährige jedoch schon besonders freut.
Im Hinspiel, bei dem der erfahrene Trainer mit Stationen bei der SG BBM Bietigheim, Großwallstadt und Kreuzlingen noch nicht auf der Trainerbank saß, zog Konstanz mit 29:32 den Kürzeren. Ein Erfolg, der in Pforzheim ganz besonders als „Coup“ zelebriert wurde. Mit dabei sind der Ex-Konstanzer Jona Mauch, der in der HSG-Jugend ausgebildet wurde, sowie erfahrene Größen wie Julian Broschwitz, Max Bröhl und Davor Sruk. Alles körperlich robuste Spieler, die von zweitligaerfahrenen Recken wie Oskar Emanuel und Matey Mikita flankiert werden. „Ich bin gespannt, wie wir hier dagegenhalten“, blickt Bader voraus und weiß, dass seine Schützlinge sich noch einmal deutlich gegenüber den letzten Auftritten steigern müssen.
Lediglich 639 Gegentore für die SG Pforzheim/Eutingen bedeuten die beste Bilanz der Liga. Gegen das Pforzheimer Abwehrbollwerk werden die Gelb-Blauen somit dringend ein hohes Tempo, eine gute Abwehr und einige leichte Tore benötigen. „Gegen die stehende Abwehr wird es schwierig“, ist Bader sicher. Der A-Lizenzinhaber wird vor dem spielfreien Wochenende wieder auf den Nachwuchs setzen. „Das ist ein super Beispiel wie es laufen kann“, lobt er den Einsatz der U19-Spieler Adrian Lehmann, Oscar Mogg, Jonas Lamprecht und Co. Ziel ist es, in den nächsten Jahren diesen Weg weiter zu forcieren, auch wenn gerade einige U21-Talente, die mit guten Leistungen auf sich aufmerksam machen konnten, aktuell verletzt ausfallen. Jan Stotten und Sven Iberl zum Beispiel schon seit Monaten. Nun aber auch noch Tim Enninghorst. „Diesen Weg wollen wir auch ohne Verletzungen gehen“, betont der Head Coach und kann sich über gute Arbeit im Nachwuchs freuen. Due U19 steht vor der Vizemeisterschaft in der Regionalliga und wird bald ebenso in die Bundesliga-Qualifikation starten wie die U17, die sich vorzeitig zum Meister der Regionalliga Baden-Württemberg krönen konnte. Die D1-Jugend der HSG Konstanz spielt zudem am Sonntag ab 9.45 Uhr in der Schänzle-Sporthalle gegen die HSG Baar, die JSG Balingen-Weilstetten und die SG H2Ku Herrenberg die Endrunde der Bezirksoberliga aus – der höchstmöglichen Stufe in dieser Altersklasse.
Quelle: PM HSG Konstanz
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